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    WoW Classic: Erster Stresstest – Erfahrungsbericht (Allianz)

    Start MMO & MMORPG WoW Classic: Erster Stresstest - Erfahrungsbericht (Allianz)

    World of Warcraft Classic erschien am 11. Mai 2005 in Europa und zog über die Jahre eine riesige Community von Spielern in den Bann. Im Verlauf der letzten Jahre erschienen zahlreiche Erweiterungen, die unter anderem neue Features und Kartenerweiterungen ins Spiel brachten, um Spieler auf eine abenteuerliche Reise mitzunehmen, da jedes Addon seine eigene Geschichte erzählte.

    Vorwort

    Heutzutage bleibt Spielern nur noch die Möglichkeit über Privat Server zu alten Contentständen zurückzukehren. Ein großes Beispiel stellen hier Classic oder auch WotLK dar, die einen größeren Teil der Community in ihren Bann gezogen haben. Theoretisch sind private Server mit dem jeweiligen Blizzard Content verboten und wurden in der Vergangenheit per rechtlichen Mitteln zur Schließung gedrungen.

    Durch die Schließung des größten Classic Servers – Nostalrius – im Jahre 2016, hat sich Blizzard ein Eigentor geschossen, denn die Aktion führte zu einem massiven Aufschrei und ehemalige Spieler konnten dieser Entscheidung wenig Liebe entgegenbringen. Trotz massiver Kritik, zeigten sich die World of Warcraft-Entwickler offen und suchten nach Kompromissen. Letztendlich resultierte aus diesem entscheidenden Ereignis eine ungeahnte Wendung, die uns erneut auf den nostalgischen Pfaden wandeln lässt – eigene Classic Server von Blizzard höchstpersönlich entwickelt und betrieben.

    Viele sehen Classic, als veraltet, nicht mehr ansehnlich, buglastig sowie zu schwer und langatmig – dennoch – Spieler der alten Tage lieben und schätzen die Atmosphäre, das Teamspiel und die Einfachheit des Gameplays. Kein Dungeonbrowser, Reiten erst mit 40, kein Accountgear, kein Mount ab Stufe 1, das einen überall schnell hinkutschiert, kein schnelles Durchrennen und alle Mobs kurz und klein hauen, um an einem Tag Stufe 120 zu erreichen sowie viele viele Beispiele mehr, die zeigen, dass World of Warcraft an seiner Community-Dynamik eingebüßt hat – heute spielt man alleine, früher viel mehr gemeinsam, auch ohne vorheriges Grüppchen bilden.

    Doch genug vom Bashing – das „neue“ World of Warcraft hat natürlich auch seine Vorteile. Gehen wir weg vom Neuen hin zum Alten, was sich jetzt wieder als neu etabliert. Dass dies erfolgreich funktioniert, zeigt der heutige Stresstest und die allgemeine Beta. Beim Twitch-Streamer „Asmongold“ finden sich zu Höchstzeiten 70.000 Zuschauer ein, um den alten Content gemeinsam zu diskutieren und anzuschauen.

    Mein Erfahrungsbericht

    Man mag von Blizzard denken, was man möchte, aber in Sachen Stabilität und Bugfreiheit konnte man über die Jahre sehr gute Erfahrungen machen. Die PTR-Server vor wichtigen Contentupdates bieten Spielern die Möglichkeit, ordentlich zu testen und den Entwicklern Rückmeldung über Bugs oder Unstimmigkeiten zu geben. Im Fall von Classic gibt es die Stresstests und die Beta. Heute durfte ich Teil von einem der Stresstests sein und es hat mir wirklich sehr viel Spaß gemacht.

    Im Spiel, viele Spieler, Einstellungsmöglichkeiten und Gefühle

    Einloggen … Charakter erstellen … Alter Ladebildschirm. Nostalgie – Einfachheit – Community – Back to the old Days. Diese Gedanken stießen mir während der ersten 10 Minuten durch den Kopf. Angekommen checkte ich erst mal die Einstellungen, hier kann man auf die neuartige Kreation des Liveservers zugreifen – das heißt jede Menge Einstellungsmöglichkeiten und Freiheiten. Voreingestellt waren die Classic-Grafikoptionen, was in diesem Falle Grafikstufe 4 entspricht mit der niedrigsten Texturqualität und auch allgemein dem entsprechenden Setting wie vor 14 Jahren.

    Neue Elemente und Designentscheidungen = doof?

    Klar, bei solchen Implementierungen könnte man davon sprechen, es sei ja nicht 100% Classic, aber seien wir mal ehrlich, einige Entscheidungen, die vor diesen vielen Jahren getroffen wurden, waren auch nicht immer der Heilsbringer. Ich finde eine Mischung aus neuen und alten Elementen in guter Kombination sowie nicht all zu hohem Anteil legitim, da Blizzard auch heutigen Spielern diese klassische Erfahrung bieten möchte. Die Gaming-Community hat sich gewandelt, dementsprechend müssen Anpassungen erfolgen, um nicht gleich abzuschrecken – Blizzard hat der Classic Community ein riesiges Geschenk gemacht, denkt aber auch an eine lukrative Umsetzung.

    Wem die Classic-Grafik-Einstellung also nicht mehr zeitgemäß ist oder sein geliebtes Spiel im neuen Look erstrahlen lassen will, kann bis Grafikstufe 10 aufdrehen und spielt mit den neuen Elementen aus dem Live-Spiel. Hierzu gehören bessere Lichtdynamik, hohe Texturauflösung sowie viele weitere Optionen, welche deutlich höhere atmosphärische Details erlauben.

    Einstellungen check, ab geht es zum Questen – Viele Spieler, wenig Mobs für alle

    Höchstgrenze des Levels war bei diesem Stresstest Stufe 5. Dementsprechend spielte sich ziemlich viel im Startgebiet ab. Quests annehmen, Mobs töten und in die Klasse einspielen – Zweites gestaltete sich eher schwerlich, da viele Spieler auf einem Fleck standen und die Mobs jederzeit in Beschlag nahmen, außer man schoss schnell mit einer Distanzwaffe auf nahe gelegene frisch gespawnte Feinde, um so einen langsamen Fortschritt zu erzielen.

    Mobs sind schwerer und werden nicht geteilt, kein Questhelper, kein Accountgear, Mob Loot ist deutlich attraktiver

    Wer glaubt er könne in WoW Classic durchrennen, 5 Mobs pullen und alles Niedermähen hat sich aber gewaltig geschnitten. Vergleichbar mit einem Hardmode sind Gegner eine viel größere Bedrohung für angehende Nachwuchshelden. Laufen 5 Mobs hinter einem und schaffen es verlangsamende Effekte einzusetzen, kann es schnell tödlich für den Pullenden enden. Auch im Allgemeinen sind große Pulls keine gute Idee, es sei denn man befindet sich in einer Gruppe und diese können entsprechende DPS-Werte vorweisen.

    Vorzugsweise sollte zusammen gequestet werden, damit z. B. Elitegegner nicht zum Selbstmordkommando mutieren. An Ort und Stelle lassen sich auch gerne Spieleransammlungen finden die ebenfalls bestimmte Mobs oder Gegenstände benötigen, dadurch kann Zeit gespart und die Nerven geschont werden, weil wenn ein Spieler zuerst pullt, erhält dieser den Anspruch auf den Mob und ihr steht mit leeren Händen dar.

    Findige und langjährige Spieler wissen bereits wo sich jeweilige Questmobs oder Gegenstände finden lassen, damit es zu einem Abschluss kommt, neue Spieler mit Questhelper-Erfahrung könnten sich in diesem Fall dusselig suchen und frustriert aus dem Erlebnis herausgehen, grade weil der Weg zur Quest von anderen Mobs gepflastert ist.

    Nicht verzagen, denn Questtext lesen ist hier geraten – und diese spitzfindige Aussage lässt bereits einen großen Teil des Alltags in Classic WoW durchblicken: Lesen – zum Zielort laufen oder diesen suchen – Mobs töten oder Gegenstände einsammeln – zurücklaufen – Quest abgeben – EP kassieren und dieselbe Routine erneut vollführen. Das entschleunigt natürlich den Fortschritt, was ich persönlich deutlich angenehmer finde, als nichts für meine Stufenaufstiege tun zu müssen. Anfänglich eingestellt wird der Questtext auch langsam eingeblendet, ein weiterer entschleunigender Faktor, der aber in den Optionen deaktiviert werden kann.

    Zum Verfolgen einer bestimmten Quest kann [Shift] + [Linke Maustaste] gedrückt werden. Dann erscheint diese in der gewohnten Questauflistung und kann im Auge behalten werden.

    Getötete Mobs hinterlassen neben ihrem toten Körper natürlich auch ihre Habseligkeiten, die ihr fleißig aufhebt, um Questziele zu erledigen oder auch euer Rüstungs- sowie Waffenarsenal zu verstärken, denn Gegner lassen auch gerne mal den ein oder anderen grünen oder blauen Gegenstand fallen – vom Schwert bis zur Kette kann alles dabei sein. Aufgefallen ist mir die Freude bei einem neuen benutzbaren Gegenstand, der meine Rüstung vervollständigt hat. Accountgear hat doch mehr ins Spiel eingegriffen, als es mir vorher bewusst war, hier kann unterstreichend gesagt werden – eigene harte Arbeit zahlt sich aus.

    Alte Klassenlehrer, wenig Geldmittel

    Klasse einspielen ist am Anfang wichtig. Da ich bei diesem Stresstest eine Zwerg Jägerin gespielt habe, beziehen sich meine Erfahrungen natürlich auch auf diese Klasse. Der Jäger drischt am Anfang eher auf die Gegner ein. Zwar ist es möglich mit der Fernkampfwaffe 1-2 Schüsse maximal abzugeben, dann geht der Kampf aber in den Nahkampf über. Persönlich finde ich das nicht sonderlich schlimm, da man mit der Nahkampf-Fähigkeit einigen Schaden austeilen kann und somit den fehlenden Fernkampfaspekt ausgleicht. Ab Stufe 10 erhält man sein Pet und lässt dieses für sich tanken, wodurch es möglich wird, aus der Distanz dem Gegner Schaden zuzufügen.

    Für neue Angriffsfähigkeiten und Zauber muss man einen Klassenlehrer besuchen, da die diese nicht wie auf den offiziellen Servern bei Stufenaufstiegen in die Leiste fliegen. Hierbei sei angemerkt, dass die Fähigkeiten anfänglich große oder kleine Lücken in den Geldbeutel eines Abenteurers reißen können, seid deshalb bedacht welche euch wirklich nützen und verschiebt Kleinigkeiten auf später. Interessant ist der Fakt, dass ihr von euren Lehrern auf verschiedenen Levelstufen spezifische Quests erhaltet die euch zu unterschiedlichen Orten führen können.

    Geldmittel sind am Anfang begrenzt, daher plündert alles, was ihr euch unter den Nagel reißen könnt, und verkauft Gegenstände bei den Händlern, um euer Budget deutlich aufzubessern. Neben den Plündereien erhaltet ihr bei Abschluss von Quests ebenfalls eine Entlohnung in Form von Münzen.

    Raus aus dem Startgebiet, hinein in die große Welt

    Stufe 5 erreicht, meine Habseligkeiten bereits verstaut und die Folgequest angenommen – jetzt ging es auf große Reise und in die weite Welt von Azeroth. Durch den Tunnel raus nach Dun Morogh, Richtung Kharanos und ein Abstecher in das örtliche Gasthaus, um meine müden kleinen Heldenbeine auszuruhen. Nach der Rast, mit Bier und Eberrippchen, ging es weiter nach Eisenschmiede, der alten und ehrwürdigen Zwergenstadt. Anschließend bewegte ich mich zur Tiefenbahn, um nach Sturmwind zu gelangen.

    Einige Orte sind in der heutigen Sturmwind-Version nicht mehr vorhanden, wie z. B. der Park, welcher mit Cataclysm durch Todesschwinge zerstört wurde. Allgemein war es schön einfach durch das alte Sturmwind zu streifen und viele alte Orte wieder zu besuchen.

    Nach Beendigung der Stippvisite ging ich raus aus Sturmwind weiter nach Goldhain, dass die letzte Station meiner Reise sein sollte. Bevor es aber zum letzten Auftakt kam, machte ich bei einem Hogger-Raid mit, der auch erfolgreich glückte. Sogar zwei Hordler habe ich auf meinem Weg gesehen, erstaunlich was Leute bewegen kann, um das alte Feeling wieder hochleben zu lassen. Hüpfen, hin und her bewegen und ein wenig erkunden, so würde ich meine letzten Minuten beschreiben, bevor ich ausloggte und mein Abenteuer Revue passieren lies.

    Das waren meine Erlebnisse und Gedanken, ich bedanke mich fürs Lesen und vielleicht sehen wir uns in Azeroth!

    — Quelle/n: Gaming Cat / Classic WoW Stresstest (Mai) | — Bild/Video/u. sonst. Medien Quelle/n: World of Warcraft Classic / Eigene Ingame Aufnahmen

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    Anna
    Anna
    Ich bin Anna, Gründerin von Gaming Cat, und habe eine Vorliebe für Katzen, gutes Essen, Gaming (Xbox One, Computer & alte Konsolen), Coden, YouTube, Serien und Nerdstuff. Außerdem kümmere ich mich, als Administratorin, um die technischen Anliegen auf der Plattform Windows Love. Gnomen Homie! <3

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